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Der PC Doktor
 

Der PC Doktor

Blog

Bei uns findest Du alle News rund um PC, Mac und Smartphones. Die IT-Sicherheit nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz ein und wir zeigen Dir, wie Du mit kleinen Tricks und Kniffen kleine Probleme beim Computer oder Smartphone selbst beheben kannst.
Trends, die in Verbindung mit IT oder "smarten" Geräten stehen, werden ebenfalls behandelt. Und falls etwas gerade in aller Munde ist, wie der Hype um Crypto-Währungen, findet es sicher einen Platz. Denn dazu haben wir auch eine spezielle Meinung.
Kurz und gut - nichts ist vor uns sicher.
Viel Spaß beim Lesen.


AMP - Was ist das?

Accelerated Mobile Pages

Für Smartphone-Nutzer liegen die Vorteile von Accelerated Mobile Pages (AMP) auf der Hand: Laden sie doch üblicherweise erheblich schneller als normale mobile Webseiten. Vorschau AMP ist eine Open-Source-Bibliothek, die eine unkomplizierte Möglichkeit zum Erstellen von Webseiten bietet, die nahezu unmittelbar laden und flüssig und schnell sind. AMP-Seiten sind Webseiten, auf die man verlinken kann und die der Eigentümer nach wie vor kontrollieren kann.
Vor kurzem schrieb die Tageszeitung der Standard, dass Google zentrale Teile von AMP zum Webstandard machen will. Google ist der große Förderer von AMP. Mobile Websites sollen genau schnell geladen werden wie Apple News und Facebook Instant Articles. Apple und Facebook haben das Problem der langsamen mobilen Inhalte gelöst, indem sie proprietäre Formate erstellt und dann die Zeitungs-Verleger dazu gebracht haben, ihre Nachrichten in diesen Formaten auf ihren Plattformen zu veröffentlichen.
Das ist ein legitimer Weg, mit der Einschränkung, dass dies nur auf den unternehmenseigenen Plattformen funktioniert und nicht allgemein im Web.
In einem Blogpost hat Google bekannt gegeben, dass es ein Projekt starten wird, um die für Web-Standards verantwortliche Gruppe, World Wide Web Consortium (W3C), davon zu überzeugen, diese Technologie zum Webstandard zu erheben, die von ihrem AMP-Framework inspiriert ist. Theoretisch bedeutet dies, dass praktisch jede Webseite die gleichen Vorteile wie AMP bietet: nahezu verzögerungsfreies Laden und Verteilung auf mehreren Plattformen.
The Verge berichtet über ein Interview mit David Besbris, Vice President für Suchmaschinenoptimierung bei Google. Darin werden die Gründe erörtert, warum AMP ins Leben gerufen wurde.

Im nächsten Teil schauen wir uns an, wie man AMP in einer Website benutzen kann.


Android One

Man kann bei den vielen Begriffen, die in Verbindung mit Android momentan im Umlauf sind, schon mal den Überblick verlieren, daher ein kurze Erklärung zu den wichtigsten.
Starten wir mit Android One. Ursprünglich war diese Initiative von Google für Einsteigerhandys und Entwicklungsländer konzipiert. Das besondere dabei ist, dass die verwendete Software dem puren Android von Google selbst sehr nahe kommt, das bedeutet, dass der Hersteller des Handys die Software nicht an sein Gerät anpasst, wie das sonst der Fall ist, sondern dass Google das Betriebssystem direkt auf das jeweilige Endgerät zuschneidet. Dadurch muss der Hersteller kaum Entwicklungsleistung für Software aufbringen, wodurch diese Handys meist preisgünstiger sind. Der User selbst kann sein Gerät sehr gut auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen.
Der entscheidende Vorteil von Android One ist aber, dass Google für 2 Jahre große Versions-Updates, sowie für 3 Jahre monatliche Sicherheitsaktualisierungen garantiert, was man bisher nur Googles Nexus/Pixel Geräte erwarten konnte. Dadurch erhält man immer automatisch die neuste Android-Version, Oreo steht also diesen Handys schon zur Verfügung.
Die App Google Play Protect sorgt für einen automatischen Sicherheitsstand, der immer up-to-date ist. Weiters kann man sein Handy mittels Fernzugriff sperren und so gar die Daten löschen. Wenn das Gerät mal verloren geht, ist eine Ortung kein Problem. Weiters überprüft diese Play Protect Apps und es wird ein sicheres Surfen in Chrome gewährleistet.
Vorschau All diese Sicherheitsaspekte sind eine Empfehlung für die Android-One-Reihe und es kommen auch mehr entsprechende Geräte auf den Markt. Das erste war das HTC U life, das 2017 auf den Markt kam. Neu ist das Mi A1 des der chinesischen Herstellers Xiaomi, das durch Preis und Leistung überzeugt. BQ, ein spanischer Hersteller, hat die neuen Top-Modelle ebenfalls mit Android One angekündigt. Dasselbe gilt auch für die neuen Geräte von Nokia.

IIm nächsten Artikel widmen wir uns dann Oreo und der Oreo (Go Edition).


Android Oreo (Go Edition)

Android Go ist eine abgespeckte Version von Android, die auf kostengünstigen, Low-End-Geräten laufen soll: Geräte ohne viel Rechenleistung, mit begrenzten Mengen an RAM und mit einer kleinen Menge an Speicher.
Das Betriebssystem basiert auf Android Oreo, ist aber für Smartphones mit 512 MB bis 1 GB RAM optimiert. Wie alle von Google zertifizierten Geräte werden Android Go-Telefone standardmäßig mit Google Play Protect geliefert. Dieses Funktion hat zur Aufgabe, Apps im Google Play Store zu scannen und automatisch alle installierten Apps auf einem Android Gerät zu überprüfen, auch wenn sie aus einer anderen Quelle stammen. Google hat für eine bessere Performance auch Apps entwickelt, die den Speicher des Geräts besser nutzen.
Vorinstalliert sind folgende Apps:
Google Go wurde von Grund auf neu entwickelt und liefert ein ähnliches Erlebnis wie die vollwertige Google-App, jedoch mit einem Bruchteil der Installationsgröße.
Das Gleiche gilt für Google Assistant. Assistant Go ist seit ein paar Wochen in Indien erhältlich, wurde aber kürzlich weltweit im Play Store eingeführt. Bestimmte Dinge kann Assistant Go nicht, wie z. B. Erinnerungen einstellen und Smart-Home-Gadgets steuern, aber Funktionen wie Alarme einrichten, Texte senden, Apps öffnen, sind problemlos machbar.
Angepasst wurde auch Gboard Go. Die Tastatur verfügt über die gleichen Funktionen wie die Standardversion - Autokorrektur, Spracheingabe, mehrsprachige Sprachunterstützung, Emojis und GIFs - aber, wie eben alles bei Go, in einem kleineren Paket. Das gilt auch für Google Maps und Gmail Go. Für Chrome in Android Go ist der Data Saver-Funktion standardmäßig aktiviert. Dadurch werden weniger mobile Daten verwendet.
Files Go ist der Speichermanager von Google. Er hilft dabei, alte Dateien zu entfernen und den Gerätecache zu säubern, zusätzlich gibt es eine Funktion, mit der man einfach Bilder, Videos, Dokumente und Apps mit anderen Nutzern in der Umgebung teilen kann, die ebenfalls die App verwenden.
YouTube Go war bisher nur als Beta verfügbar, wurde jedoch seither in mehr als 130 Ländern eingeführt.
Was ist das Ziel von Android Go?
Die Nachfrage nach Smartphones in Schwellenländern wie z. B. Indien steigt. Google erwartet, dass seine nächsten Milliarden Nutzer aus diesen Ländern kommen, wo die Kaufkraft geringer ist als in westlichen Ländern. Deshalb möchte das Unternehmen diesen Kunden eine neue Generation günstiger Smartphones anbieten, die schneller arbeiten, mehr Speicherplatz bieten und den Datenverbrauch reduzieren.
Vorschau Es gibt noch kaum Geräte, die mit Android Go bei uns erhältlich sind. Das Nokia 1 ist seit April erhältlich, bei Amazon zum Preis von € 97,70 (Stand 14.04.2018). Es ist klein und handlich (4,5 Zoll), bietet wechselbare Cover, optisch auf jeden Fall deutlich abgehoben. Man muss abwarten, wie sich der Markt für diese Geräte in unseren Breiten entwickelt, aber auf jeden Fall sind sie einen Alltagstest wert.


Outdoorhandys und IP- Schutzklassen

Wer hatte noch nicht das Problem, dass das Handy, unser wichtigster Begleiter im Alltag, wegen einer kleinen Unachtsamkeit zu Bruch geht oder versehentlich ins Wasser fällt? Ich kann jedenfalls davon ein Lied singen, meines fiel in die Toilette. Damals war der Wunsch nach einem Gerät, das all meinen Unachtsamkeiten standhält, schon sehr groß. Also was tun?
Wie wärs mit einem Outdoorhandy, die sollen ja all das können? Aber wie kommen diese Handys optisch daher? Stimmt, die ersten waren sicher optisch kein absolutes Highlight und außer Telefonieren konnte man nicht nicht sehr viel damit tun, da der Speicherplatz auch nicht sehr groß war. Aber die modernen Outdoorhandys sind in jeder Weise sehr ansprechend und spielen auch auf technischer Ebene, z. B. Fotografie, Speicherplatz.. alle Stücke.
Bei diesen Handys sticht einem sehr oft ein Kürzel ins Auge, das wir uns jetzt einmal genauer betrachten: die IP-Klassifizierung. Diese Schutzklassen stehen für Geräte, die unter staubigen oder feuchten Bedingungen ohne Beschädigungen überleben können und dabei kein Sicherheitsrisiko darstellen. IP steht für International Protection Mark, die Zertifizierung wird von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission vergeben.
IP bedeutet so viel wie Schutz gegen Eindringen. Anhand der zwei Ziffern nach den Buchstaben "IP" ist zu erkennen, wie weit der Schutz vor dem Eindringen genau geht. Die erste Ziffer bezeichnet den Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern, z. B. Sand oder Staub, die zweite Kennziffer steht für den Schutz vor dem Eindringen von Flüssigkeiten. Man unterscheidet zwischen wasserabweisend, wasserresistent und wasserfest. Stehen dort ein X oder eine 0, dann gibt es dazu noch keine Angaben.

Bei Outdoorhandys findet man sehr oft die Kürzel IP67 (z. B. Apple IPhone 8/8 Plus) oder IP68 (z. B. Blackview BV9000 Pro). Was bedeutet dies nun in der Praxis?

IP67 steht für:
6 = Schutz gegen Fremdkörper und Berührung nach DIN EN 60529
7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, das bedeutet 30 Minuten lang in bis zu einem Meter tiefem Wasser

IP68 steht für:
6 = Schutz gegen Fremdkörper und Berührung nach DIN EN 60529
8 = Schutz gegen dauerndes Untertauchen in 1,5 Meter Tiefe

Vorschau Bei einem Handyneukauf ist es also ratsam, nach einer dementsprechenden Klassifizierung Ausschau zu halten, man findet sicher ein entsprechendes Gerät in jedem Preissegment.

Wer genauere Informationen zu diesem Thema haben möchte, die vollständige Liste findet Ihr in der Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzart